Bolivien Länderinformationen

Ein- und Ausreise aus Bolivien

Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise nach Bolivien, für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen, einen bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Bitte prüfen Sie rechtzeitig, ob Ihr Reisepass noch die entsprechende Gültigkeit aufweist. Bei der Einreise nach Bolivien bekommen Sie ein Touristenvisum, welches 3 Monate gültig ist. Wer länger als 90 Tage im Land bleiben möchte, kann bei der Bolivianischen Botschaft ein Visum beantragen.

 

Während des Hinfluges wird die international übliche Touristenkarte verteilt, welche vor der Einreise ausgefüllt und sorgfältig aufbewahrt werden muss.

 

Bei der Ausreise wird eine Ausreisegebühr von z. Zt. ca. 25 USD fällig, welche bar vor Ort bezahlt werden muss. In manchen Flugtickets ist diese Ausreisegebühr bereits enthalten, näheres dazu können Sie bei Ihrer jeweiligen Fluggesellschaft erfragen.

 

Bitte beachten Sie, dass bei Einreise über die USA seit 26.10.04 nur noch maschinenlesbare Pässe zugelassen sind.

 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, aktuelle Informationen erhalten Sie unter: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Bolivien/Sicherheitshinweise.html

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Medinzische Hinweise

 

Impfvorschriften:

Gelbfieber (Impfpass bitte mitnehmen)

 

Impfempfehlungen:

Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A

 

Malaria:

Ein hohes Risiko besteht im Norden an der Grenze zu Brasilien, in den Departements Pando und Beni, insbesondere im Gebiet von Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico sowie in den tieferen Lagen von Tarija, Cochabamba und La Paz.

Ein mittleres Risiko besteht in den übrigen ländlichen Gebieten unterhalb von 2500m.

Ein geringes oder kein Risiko besteht in den Städten sowie im Oruro-Departement, den Provinzen Ingavi, Los Andes, Omasuyos und Pacajes (La Paz Departement) und im Potosi Departement.

 

Je nach Reiseprofil kann deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

 

Aufgrund der o.g. mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!)
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

 

Höhenkrankheit (Soroche):

Wer in kurzer Zeit auf eine Höhe von über 3.000 m fährt oder dort landet, kann unter Umständen höhenkrank werden. Als Höhenkrankheit bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der bei Menschen auftritt, die sich in große Höhen begeben, z. B. beim Besteigen hoher Berge ab etwa 3.000 m. In Latainamerika, wo zahlreiche große Städte wie La Paz, Cuzco oder Quito auf bis zu über 3000 m in den Anden liegen, ist die Höhenkrankheit, Soroche genannt, ein häufiges Problem.

 

Die Höhenkrankheit ist Folge einer Unterversorgung des Gehirns und anderer Körpergewebe mit Sauerstoff. Leichte Kopfschmerzen, Schlappheit und Müdigkeit sind Zeichen mangelnder Akklimatisierung. Diese Symptome vergehen nach einigen Tagen, da der Körper sich durch die Erhöhung der roten Blutkörperchen innerhalb weniger Tage an die neue Situation (Höhe) anpassen kann. Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit sind Warnzeichen einer drohenden Höhenkrankheit. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Sie während Ihrer Reise mit den letzteren Symptomen Probleme bekommen werden.

 

Sobald Sie in Höhen von über 3.000 m kommen, empfehlen wir Ihnen generell viel Wasser oder Tee zu trinken, am besten mit Salz oder Zucker zubereitet. In den Anden wird als Mittel gegen Höhenkrankheit oft auch Kokatee (peruanisches Nationalgetränk) getrunken. Der Tee wirkt beruhigend, hält wach und stärkt die Sinne. Koka ist zwar der Grundstoff der chemisch aufbereiteten Droge Kokain, reiner Kokatee kann jedoch nicht abhängig machen und ist gesundheitlich absolut unbedenklich. Er hat auch keine berauschende Wirkung. Sollten Sie trotz dieser Vorbeugemaßnahmen ab 4.000 m erste Anzeichen von Beschwerden feststellen, können Sie als Prophylaxe Diamox oder Theophyllin einnehmen.

 

Durchfallerkrankungen:

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

 

Einige Grundregeln:

  • Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser (im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen)
  • unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen
  • Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren
  • Vorsicht bei rohen Salaten und Mayonnaise
  • um baktierielle Infektionen zu vermeiden, sollte man auch auf den Verzehr von Mahlzeiten auf der Straße verzichten.

Empfehlungen zur Reiseapotheke:

Ihre Reiseapotheke sollte wenigstens folgende Medikamente enthalten:

  • Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen
  • Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion
  • Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen  

Da wir nur Hinweise oder Empfehlungen geben können, empfehlen wir Ihnen rechtzeitig vor Antritt der Reise, Ihren Hausarzt oder eines der nachfolgenden Tropeninstitute aufzusuchen, bei denen Sie ausführliche und aktuelle Informationen erhalten:

  • Universität Leipzig, Medizinische Klinik und Poliklinik IV
    Abt. für Infektions- und Tropenmedizin
    Doz. Dr. med. St. Schubert
    Härtelstr.16-18
    04107  Leipzig
    Telefon               0341/9 72 49 71       
    Telefax 0341/9 72 49 79
  • Städtisches Klinikum St. Georg, II. Klinik für Innere Medizin
    Reisemedizinisches Zentrum
    Delitzscher Straße 141
    04129  Leipzig
    Telefon 0341/ 9 09 26 19
    Telefax 0341/ 9 09 26 30
  • Institut für Tropenmedizin Berlin
    Prof. Dr. med. Gundel Harms-Zwingenberger
    Spandauer Damm 130 - Haus 10
    14050  Berlin
    Telefon 030/ 30 11 66
    Telefax 030/ 30 11 6-888
  • Universität Rostock, Klinik u. Poliklinik f. Innere Medizin
    Abt. Tropenmedizin und Infektionskrankheiten
    OA Dr. med. M. Lafrenz
    Ernst-Heydemann-Straße 6
    18057  Rostock
    Telefon 0381/ 4 94 75 83
    Telefax 0381/ 4 94 55 05
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
    Klinische Abteilung
    Bernhard-Nocht-Straße 74
    20359  Hamburg
    Telefon 040/ 428 18-0
    Telefax 040/ 428 18 400
  • Schiffahrtsmedizinisches Institut der Marine
    Gelbfieberimpfstelle
    FLTA Dr. Boeken
    Kopperpahler Allee 120
    24119  Kronshagen/Kiel
    Telefon 0431/ 54 09 17 07
    Telefax 0431/ 54 09 17 78
  • Institut für Medizinische Parasitologie der Universität
    Siegmund-Freud-Str. 25
    53127  Bonn
    Telefon 0228/ 287-5673
  • Klinikum d. Universität Heidelberg, Abt. 17.4 Tropenhygiene
    Gelbfieberimpfstelle
    Im Neuenheimer Feld 324
    69120  Heidelberg
    Telefon 06221/ 56 29 99-05
    Telefax 06221/ 56 59 48
  • Universitätsklinik Tübingen, Institut für Tropenmedizin
    Gelbfieberimpfstelle
    Prof. Dr.med. J. Knobloch
    Keplerstraße 15
    72074  Tübingen
    Telefon 07071/ 298 2365
    Telefax 07071/ 298 6021
  • Tropenklinik Paul-Lechner-Krankenhaus
    Gelbfieberimpfstelle
    Chefarzt Dr. med. Kretschmer
    Paul-Lechler-Straße 24
    72076  Tübingen
    Telefon 07071/ 20 60
    Telefax 07071/ 2 23 59
  • Universität München, Abteilung für Infektions- u. Tropenmedizin
    Gelbfieberimpfstelle
    Prof. Dr. med. Thomas Löscher
    Leopoldstraße 5
    80802  München
    Telefon 089/ 2180 - 135 00
    Telefax 089/ 33 61 12
  • Universität Ulm, Medizinische Klinik und Poliklinik
    Tropenmedizinische Beratungsstelle
    Prof. Dr. med. Peter Kern
    Oberer Eselsberg, Robert-Koch-Straße 8
    89081  Ulm/Donau
    Telefon 0731/ 5 02 44 27
    Telefax 0731/ 5 02 44 22
  • Missionsärztl. Klinik Würzburg
    Tropenmedizinische Abteilung
    Priv.-Doz. Dr. med. August Stich
    Salvatorstraße 7
    97074  Würzburg
    Telefon 0931/ 791 28 29
    Telefax 0931/ 791 28 26

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Quelle: auswaertiges-amt.de, travelmed.de

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Klima

 

Aufgrund der enormen Höhenunterschiede ist das Klima in Bolivien sehr vielfältig. Insgesamt gibt es vier verschiedene Klimazonen: das Altiplano (Hochland) auf einer Höhe von fast 4.000m Höhe, die Yungas auf 750 bis 1500m Höhe, Valles und das tropische Tiefland auf 150 bis 750m Höhe. Aufgrund seiner Nähe zum Äquator wird jedoch weniger in Sommer und Winter als in Trocken- und Regenzeit unterschieden.

 

Die Trockenzeit ist von Ende April bis Oktober, die Regenzeit von November bis April, wobei die Hauptregenzeit von Januar bis März ist. Im November, Dezember und April gibt es nur ab und zu einige Schauer.

 

In der Hauptreisezeit von Mai bis Oktober sind die Temperaturen im Hochland zwischen 0°C und 20°C und in den tiefergelegenen Bergwäldern und im Amazonastiefland zwischen 10°C und 30°C.

 

Das aktuelle Wetter finden Sie unter: http://www.wetteronline.de/Bolivien.htm

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Sprache

 

Die offizielle Landessprache in Bolivien ist Spanisch, das auch von der Aymara- und Quechua-Bevölkerung gesprochen wird. Sprachkenntnisse sind keine Voraussetzung, da Sie eine deutsch- bzw. englischsprachige Reiseleitung haben, die Ihnen bei Verständigungsproblemen jederzeit behilflich sein kann. Wenn man jedoch etwas Spanisch kann, ist das oft sehr hilfreich.

 

Ohne Spanisch-Kenntnisse sollten Sie jedoch nicht alleine reisen, da Englisch meist nur in Reiseagenturen, Hotels oder am Flughafen gesprochen wird.

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Zeitverschiebung

 

Die Zeitverschiebung beträgt in der Winterzeit -5 Stunden und in der Sommerzeit -6 Stunden.

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Geld & Nebenkosten

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Post

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Mail & Internet

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Telefon

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Strom

Bis vor einigen Jahren betrug die Stromspannung in Bolivien nur 110V. Inzwischen gibt jetzt fast überall 220V-Steckdosen, für die deutsche Stecker keinen Adapter brauchen.

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Wäschereien

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Diebstahl & Sicherheit

Obwohl die Mehrheit der Bolivianer Touristen gegenüber sehr freundlich ist, besteht vor allem in Großstädten, wie La Paz und in touristischen Orten, wie Sucre und Coroico die Gefahr von Taschendiebstählen, da für die meisten Einheimischen alle Touristen reich sind. Jedoch sind Überfalle auf Touristen selten und meist Folge fahrlässigen Verhaltens.

 

Hier einige Tipps:

  • Geld und Wertsachen nicht in Hand- oder Umhängetaschen aufbewahren, sondern immer am Körper tragen, z. B. in verdeckt getragenen Brust-, Bauch- oder Beintaschen oder im Hotel (Safe) aufbewahren
  • Möglichst immer nur ein Gepäckstück mit sich führen
  • Gepäck niemals aus den Augen lassen
  • Im Taxi auf geschlossenen Kofferraum achten
  • Keine offensichtlich teuren Uhren oder Schmuckstücke tragen, diese laden zum Diebstahl ein
  • Vor Einheimischen und auf der Straße keine größeren Geldbeträge zählen
  • Nicht allein mit Unbekannten mitgehen, auch wenn sie noch so freundlich sind

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Wichtige Adressen und Telefonnummern

  • Deutsche Botschaft:
    Avenida Arce 2395, La Paz
    Tel.:             +591 2 244 00 66       , 244 11 66, 244 06 06, 244 11 33, 244 00 88
    Email: info@embajada-alemana-bolivia.org

  • Österreichische Botschaft:
    Calle Montevideo 130, Edificio Requima, Piso 6, La Paz
    Tel.:             +591 2 24 42 094       , 24 42 075, 21 16 509
    Email: austroko@acelerate.com

  • Schweizerische Botschaft:
    Calle 13, No. 455, Esquina 14 de Septiembre, Obrajes, La Paz
    Tel.:             +591 2 27 51 225       
    Email: paz.vertretung@eda.admin.ch